Darum genügen herkömmliche Kundengeschenke nicht

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit. In unserem Kulturkreis ist es üblich, dass man sich zu Weihnachten etwas schenkt. Das gilt nicht nur für Familienmitglieder und Freunde, sondern auch für Geschäftspartner und Kunden. Guten Kunden schenkt man was, um die Wertschätzung für die gute Zusammenarbeit auszudrücken. Das kann eine Weihnachtskarte sein oder auch ein etwas grösseres Geschenk. Oftmals werden Wein, Pralinen oder kleine Gadgets verschenkt. Das will ich anders machen. Das reicht meiner Meinung nach nicht aus. Ich schenke meinen Kunden etwas Unfassbares. Ich hoffe es gefällt euch genau so gut wie mir…

Ich habe mich schon im ersten Geschäftsjahr dazu entschieden, keine herkömmlichen Kundengeschenke zu machen. Ein soziales Engagement sollte es sein. Etwas, das meinen Mitmenschen dienlich ist und ihnen Freude bereitet. Für einander da sein, einander helfen, Menschen eine Freude bereiten, darum geht es meiner Meinung nach bei Weihnachten. Für ältere Menschen ist Weihnachten oft alles andere als ein Freudenfest. Ihre Liebsten sind teilweise bereits verstorben, die eigenen Kinder sind geplagt vom Vorweihnachtsstress und haben keine Zeit für Besuche in Pflegeheimen. Diesen Menschen ein wenig Gesellschaft zu leisten, sie zum Lachen zu bringen und ihnen einfach eine schöne Zeit zu ermöglichen, das ist meines Erachtens ein schönes Geschenk. Es gibt doch nichts schöneres, als jemanden eine Freude zu bereiten.

Mein Geschäftspartner, Markus Gabriel (auch bekannt als Jägi) und seine Frau Marianne haben schon vor Jahren beschlossen, die Menschen im Alterszentrum Hochstrass in Zürich mit einem jährlichen Lotto-Nachmittag zu erfreuen.

Die Organisatoren

Das Engagement hat mich so fasziniert, dass ich mich dazu entschied, dieses ebenfalls zu unterstützen und Freude zu bereiten.

12. Durchführung „Lotto mit der Firma Angelink“ & Partner

Bereits zum 12. Mal wurde das „Lotto mit der Firma Angelink“ im Alterszentrum Hochstrass durchgeführt.

Lotto mit der Firma Angelink und Gnocchi GmbH

Ein Engagement das seit jeher auf grosses Interesse stösst und auch von der Zentrumsleitung sehr geschätzt wird. Von den Bewohnern habe ich erfahren, dass sie sich schon seit Wochen auf das Lotto-Spielen gefreut haben. Sie hätten es kaum erwarten können, wieder mit dabei zu sein – so eine ältere Dame. Aber auch das Personal war so erfreut, dass sie als Dankeschön einen edlen Tropfen überreichten. Jägi und Marianne waren gerührt.

Übergabe des Haselnunssschnaps

Spiel, Spass & Überraschung

Um 14:00 Uhr ging es los. Wir fuhren gemeinsam zum Alterszentrum Oberstrass und begannen das Lotto-Spiel vorzubereiten.

Letzte Besprechung

Jeder hatte eine Aufgabe und machte sich an die Arbeit. Nach gemeinsamer Vorbereitung ging es los indem Jägi das Mikrofon ergriff, alle Anwesenden herzlich begrüsste, den Ablauf erklärte und anfing die ersten Zahlen zu ziehen.

Los geht's!

Nach der ersten sehr spannenden und witzig moderierten Spielrunde kam es zu einer unerwarteten Wendung…

Ich wurde zum Lotto-Moderator erkoren

Unerwartet wie das Leben ist, sprach Jägi in das gefühlt 100 db laute Mikrofon: „Nun übernimmt der 2.03m grosse und 150Kg schwere Mann die Spielleitung“ Nach dieser Ansage ging selbstverständlich ein Kichern und Gelächter durch den Saal. Überrascht von der Aussage, in zweierlei Hinsicht, übernahm ich das Mirkofon und stellte mich vor. Ich erklärte den Zürcherinnen und Züricher, dass ich Berndeutsch spreche und sie sich melden sollen, falls sie mein Dialekt nicht verstehen würden. Und das taten sie auch.

 

Aufgrund von beobachteten Unsicherheiten bezüglich meines Dialekts, zog ich alle Register und begann alle mir bekannten Dialekte anzuwenden. Ich verlas die Zahlen und wechselte fliessend von Berndeutsch zu „Möchtegern-Zürichdeutsch“, wiederholte die Zahlen auf Hochdeutsch und nutzte zur Abwechslung auch Fremdsprachen, wie Französisch und Englisch. Was auch immer ich versuchte, es waren stets Teilnehmer im Publikum, die mich falsch verstanden haben. Mein Humor im Zuge der wechselnden Sprachwahl kam beim Publikum gut an. Ich habe es geschafft, sie mit etwas Witz durch die Spielrunden hindurch zu führen – gar nicht so einfach, nach dem Jägi die Masse zuvor mit seinen witzigen Sprüchen unterhalten hatte. Er hat die Messlatte als erfahrener Senioren-Entertainer ziemlich hoch gelegt.

Es war schön zu sehen, wie die Leute im „Publikum“ anfingen Vertrauen zu mir aufzubauen. Die Stimmung war grossartig. Sei es nun, dass gewisse Damen und Herren spezifische Zahlenwünsche äusserten; „Ich bruch no z’Föifi“ oder gefragt wurde, ob man jetzt 57 gesagt habe als ich 30 sagte. Die Spielrunde ging rasch vorbei.

Gut gelaunt war es dann Zeit für Kaffee und Kuchen. Marianne, Olivia, Jägi und ich haben mit angepackt und die fleissigen Lotto-Spieler und -Spielerinnen mit Schwarzwäldertorte und Kaffee bewirtet. Der Service kam sehr gut an.

Kaffee und Kuchen

Nach der kurzen Kaffeepause ging es in die zweite Spielrunde, bei welcher wir spielten, bis alle Preise weg waren. Bis zum Schluss waren alle hochkonzentriert und haben ihre roten Scheibchen aufmerksam auf den Lotto-Karten verteilt. Auch wenn einige Teilnehmer mehrmals gewonnen haben und bis zu einem Kilogramm Pralinen absahnten, hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer grosse Freude an diesem wunderschönen Nachmittag. Am Ende des Tages ging niemand leer aus. Alle kriegten noch ein paar Lindorkugeln mit auf den Weg.

Es ist unglaublich wie viel Dankbarkeit uns für die gemeinsamen Stunden entgegengebracht wurde.

Für mich war es eine wunderbare Erfahrung. Ich habe mich entschlossen auch bei der 13. Ausgabe von „Lotto mit der Firma Angelink“ wieder mit dabei zu sein und meine neue Funktion als Lotto-Moderator im Alterszentrum Hochstrass zu übernehmen.

Wie ihr seht, seid ihr nicht leer ausgegangen, liebe Kunden. Ich habe zusammen mit meinen Partnern Freude verbreitet, an der auch ihr teilhaben könnt. Ist euch das nicht auch mehr wert als ein Kugelschreiber, eine Schachtel Pralinen oder einen Memory Stick? Ihr habt dieses Engagement mitgetragen und seid somit ebenfalls Teil dieses Engagements. Vielen Dank!

Ein ganz spezielles Dankeschön geht an die liebe Marianne und Jägi fürs Organisieren des Lotto-Nachmittags! Besten Dank auch Olivia für den super Einsatz hinter der Kamera.

(Bewegt-)Bilder sagen mehr als 1000 Worte. [Video by Jägi]


Ich wünsche allen eine wunderschöne und besinnliche Weihnachtszeit und bedanke mich herzlich für die außergewöhnlich gute und sympathische Zusammenarbeit.

 

Auf dass wir auch im Jahr 2015 so viele erfolgreiche und spannende Projekte gemeinsam realisieren können.


Aldo Gnocchi
Schweizer Content Marketing und Social Media Experte. Spezialisiert auf Strategie, Konzeption und Change Management (digitale Transformation). Early Adopter. Integrativ denkender Betriebswirtschafter (M.A. HSG) mit Agentur Background.

Dozent für Digital Marketing an unterschiedlichen Schweizer Bildungsinstitutionen, wie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Berner Fachhochschule (BFH), SAWI, Swiss Marketing Institute (SMI), SOMEXCLOUD und Klubschule Migros (Content Marketing Lehrgang).
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